Software und Betriebssystem

Alle Komponenten sind entweder Freeware oder per Open-Source-Lizenz kostenlos im Internet verfügbar. Es wird keinerlei kommerzielle Software verwendet. Somit entstehen hier keine Beschaffungskosten. Zu den von Haus aus "normalen" Diensten eines Server (File Transfer, WWW) kommt mit CITADEL eine Groupware-Lösung zum Einsatz.

Natürlich benötigen wir für den Notfunk-Server zunächst ein Betriebssystem, bestimmte Anpassungen für die Hardware (StromPI & Gehäuse), sowie Anwendersoftware. Die Anpassungen werden im nachfolgenden Abschnitt beschrieben im Rahmen der Installation beschrieben.

Installierte Software-Module/Applikationen

FunktionPaketLinks
Betriebssystem Raspberry OS Lite (ehemals Raspian Lite) Download
Zugriff SSH-Server - Standard
Telnet (für Zugriff auf NPR70-Modem
SSH-Client puTTY
Webserver Apache 2 Debian-Paket
Scripting PHP 7.3 Debian-Paket
Datenbank-Server MariaDB (MySQL-Nachfolger) Debian-Paket
Datenbank-Verwaltung phpMyAdmin Debian-Paket
File-Server ProFTPD Debian-Paket
Email CITADEL Info
Download via Linux
Instant Messaging
Chat
Aufgaben / Tasks
Kalender

Anmerkungen zu Citadel

Besonders Citadel hat sich als extrem interessant für den Daten-Notfunk herausgestellt. Denn es handelt sich hierbei nicht um einen reinen EMail-Server, sondern um eine komplette Groupware-Lösung, welche neben lokaler Email und dem Transfer derselben über einen Smarthost an ein externes Netzwerk unter anderem auch folgendes beherrscht:
  • Aufgaben / Tasks / To-Do-Listen
  • Kalender / Merkfunktion
  • Kurznachrichten - entspricht in AX.25-Packet Radio einerm normalen Connect zwischen zwei Stationen / entspricht im Internet einem Standard-Messenger.
  • Chat - entspricht in AX.25-Packet Radio einem "Convers" / entspricht im Internet einem Chat-Room
Somit ist Citadel die ideale Software um als Gruppe miteinander zu arbeiten. Eine Besonderheit gibt es zudem noch: Citadel bringt seinen eigenen Webserver mit. Der Einfachheit halber habe ich diesen auf den TCP-Port 8080 gelegt. So kommt dieser dem Apache nichts ins Gehege.

Das TCP/IP-Netzwerk

  • 192.168.x.0 - Netzwerk
  • 255.255.255.0 - Netzwerkmaske
  • 192.168.x.1 - Standard-Gateway
  • 192.168.x.2-100 - Lokal angebundene Computer am Server-Standort
  • 192.168.x.101 bis 199 - Clients (5 Stück pro Client-Modem)
  • 192.168.x.201 - Notfunk-Server
  • 192.168.x.254 - NPR-Modem-Adresse (auf Master UND Client identisch)
  • 192.168.x.255 - Broadcast-Adresse
Der Raspberry ist per LAN mit dem Router verbunden, an welchem auch das NPR-70 Modem hängt. WLAN am Server-Standort stellt der Router zur Verfügung.